
Rosacea
Rosacea zeigt sich als Rötung im Mittelgesicht, oft begleitet von erweiterten Äderchen, manchmal sogar Hautverdickungen. Medizinisch betrachtet ist es eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, die oft mit Stress oder einer Überreaktion des Nervensystems in Verbindung gebracht wird. Doch neben den körperlichen Faktoren kann Rosacea auch einen tieferen emotionalen Zusammenhang haben.
Was kann Rosacea bedeuten?
- Verdrängte Wut oder unterdrückte Emotionen: Oft steckt hinter der Rötung eine angestaute, nicht gelebte Emotion – häufig Wut oder Frustration. Der Körper will „rot vor Zorn“ werden, doch stattdessen wird diese Energie unterdrückt, bis sie sich in der Haut bemerkbar macht.
- Tief sitzende Themen: Die Rötung beginnt meist an der Nase – ein Bereich, der mit unserem Urvertrauen und tief verwurzelten Emotionen verbunden ist. Das deutet darauf hin, dass es sich nicht um kurzlebige Ärgernisse handelt, sondern um tiefsitzende Themen, die lange Zeit verdrängt wurden.
- Ständiger innerer Druck: Wer seine Wut oder Frustration nicht bewusst verarbeitet, sondern immer wieder wegschiebt (z. B. durch Ablenkung, Koffein, Alkohol, etc.), sammelt innerlich immer mehr Spannung an – bis sich diese in Form von erweiterten Äderchen und Rötungen zeigt.
Warum betrifft Rosacea das Gesicht?
Das Gesicht ist der Bereich, mit dem wir uns der Welt präsentieren. Es zeigt, was in uns vorgeht – auch das, was wir vielleicht selbst nicht bewusst wahrnehmen. Wer Rosazea hat, könnte unbewusst emotionale Spannungen oder Ärger in sich tragen, die nicht nach aussen dürfen. Doch die Haut findet einen Weg, diese Gefühle sichtbar zu machen.
Emotionale und psychische Zusammenhänge
- Hältst du Emotionen zurück, anstatt sie auszudrücken?
- Gibt es eine alte Wut oder ein tiefsitzendes Thema, das du nie wirklich verarbeitet hast?
- Fühlst du dich oft gestresst oder unter Druck, deine Gefühle zu kontrollieren?
- Versuchst du unangenehme Emotionen mit Ablenkungen wie Kaffee, Rauchen oder anderen Gewohnheiten zu umgehen, statt sie aufzulöse
Wer sich bewusst mit seinen Gefühlen auseinandersetzt und lernt, sie gesund auszudrücken, kann nicht nur sein inneres Gleichgewicht verbessern, sondern möglicherweise auch die Haut beruhigen. Letztendlich geht es darum, sich selbst den Raum zu geben, Emotionen zu fühlen, anstatt sie unter der Haut brodeln zu lassen.