
Ekzeme
Ekzeme sind Hautveränderungen, die oft mit Rötungen, Juckreiz oder Schuppenbildung einhergehen. Medizinisch betrachtet handelt es sich um eine Überreaktion der Haut, die auf äussere Reize oder innere Ungleichgewichte reagiert. Doch warum passiert das?
Die Haut ist unser Kontaktorgan – sie verbindet uns mit der Aussenwelt, schützt uns und reagiert sensibel auf unsere Umgebung. Ein Ekzem kann darauf hinweisen, dass es in unserem Leben etwas gibt, das „an uns haftet“, das wir eigentlich loslassen sollten, es aber (oft unbewusst) nicht tun.
Mögliche emotionale Zusammenhänge
- Unverarbeitete Konflikte: Manchmal gibt es Menschen oder Situationen, die wir nicht ganz losgelassen haben – sei es aufgrund von unvergebenem Groll, alten Verletzungen oder ungelösten Streitigkeiten. Auch wenn wir glauben, längst damit abgeschlossen zu haben, kann die Haut zeigen, dass noch etwas „haftet“.
- Zu starke Anpassung an andere: Wer sich ständig nach den Erwartungen anderer richtet und sich selbst dabei vergisst, kann unbewusst gegen sich selbst handeln. Die Haut kann darauf reagieren, indem sie sich „abwehrt“ – so als würde sie sagen: „Achte auf dich, nicht nur auf andere!“
- Fehlende Berührung und Nähe: Körperliche Berührung ist essenziell für unser Wohlbefinden. Wer zu wenig echten, wohltuenden Kontakt erlebt, kann sich unbewusst Ersatzbefriedigungen suchen – und manchmal ist das Ekzem eine solche ungewollte „Berührung“, die immer präsent ist.
Fragen zur Reflexion
Wenn du mit einem Ekzem zu kämpfen hast, könnten diese Fragen helfen, mögliche emotionale Ursachen zu erkennen:
- Gibt es eine Person oder Situation in meinem Leben, mit der ich noch nicht völlig im Reinen bin?
- In welchen Bereichen richte ich mich zu sehr nach anderen und vernachlässige meine eigenen Bedürfnisse?
- Erlaube ich mir echte Nähe und Berührung, oder vermeide ich sie unbewusst?
- Gibt es alte Glaubenssätze oder Ängste, die mich daran hindern, loszulassen?
Was kann helfen?
Neben medizinischer Behandlung und äusserlicher Pflege kann es sinnvoll sein, sich auch innerlich mit dem Thema Loslassen zu beschäftigen:
- Innere Konflikte bewusst machen und lösen: Gespräche führen oder bewusst daran arbeiten, alte emotionale Lasten loszulassen.
- Sich selbst mehr in den Mittelpunkt stellen: Weniger nach anderen richten, mehr auf die eigenen Bedürfnisse achten.
- Berührung bewusst zulassen: Massagen, Umarmungen oder einfach mehr Körperkontakt im Alltag können helfen, das Bedürfnis nach Nähe auf gesunde Weise zu erfüllen.
- Ein symbolisches „Loslassen“ praktizieren: Manche Menschen empfinden Rituale wie das bewusste Verabschieden von alten Belastungen (z. B. ein Brief, den man schreibt und dann verbrennt) als hilfreich.